Bundesliga: Ibbenbüren ist Deutscher Meister 2017!

Deutsche Meister 2017! 

Die erste Mannschaft des Bouleverein Ibbenbüren

v.l. Hermann Streise, Mathias Künnecke, Jennifer Schüler, Erik Groote, Jimmi Berisha, Bruno Absalon, Alex Streise, Mark Bouwers, Frank Günther und Coach Eckhard Schwier.

Die letzten Spieltage der Bundesliga am 2./3. Sept. in Herxheim hatten es in sich. Der BV Ibbenbüren reiste zwar als Tabellenführer an, gehörte aber nicht zum Favoritenkreis. Malsch war der hoch gehandelte Topkandidat. Saisonziel der Ibbenbürener war wie die Jahre zuvor der Klassenerhalt. Der war mit 5 Siegen schon gesichert. Aber Meister werden? Davon träumte man, aber so richtig dran glauben mochten die Ibbenbürener (noch) nicht.

Der Start am Samstag gegen starke Münchener gelang mit einem psychologisch wichtigen 3:2-Sieg. Mit dem gleichen Ergebnis wurden im folgenden Spiel die stark abstiegsgefährdeten Regensburger besiegt. Dann das Schlüsselspiel am Abend gegen Malsch. Regnerisch, aufgeweichter Boden, nasse Kugeln, kein Boule-Vergnügen. 1:1 nach den Tripletten, 2:2 nach zwei Doubletten. Das letzte Spiel musste die Entscheidung bringen. Jimmi und Erik führten 7:0. Dann wackelten sie, Erik traf nicht mehr so gut und der Gegner holte auf: 7:7. Umstellung der Spielweise: Nicht mehr so viel ballern, sondern gegnerische Kugeln rausdrücken oder Devant legen. Trotzdem 8:9. Dann 10:11 und Malsch hatte noch 4 Kugeln für Schluss auf der Hand. Das hätte das aus für Ibbenbüren und der Weg zum Titel für Malsch sein müssen. Am Ende nur ein Punkt zum 10:12. Danach konnte Ibbenbüren Schluss machen: Ein Punkt liegt, Jimmi hat noch zwei Kugeln auf der Hand. Er bekommt noch einen trockenen Lappen gereicht und legt dann mit 2 Superportees die 12 und 13. Der Titel war plötzlich greifbar.

Am Sonntag das erste Spiel gegen Freiburg, das schon als Absteiger feststand. Leichtes Spiel? Mitnichten. Die Freiburger spielten befreit auf und zeigten ihre Klasse. Der Druck, siegen zu müssen, war von ihnen abgefallen. Der lastete plötzlich auf den Ibbenbürenern, sodass sie ihr Potential nicht abrufen konnten. Die Folge war eine 1:4-Niederlage. Jetzt war die Meisterschaft wieder offen. Malsch hatte gegen Niedersalbach gewonnen und musste im letzten Spiel gegen gegen Osterholz gewinnen und auf einen weiteren Patzer Ibbenbürens hoffen. Gewinnt Osterholz, sind sie Meister. Ibbenbüren hatte das deutlich schlechtere Spielverhältnis. Bei Punktgleichheit wäre nur der 3. Platz herausgesprungen. Unter diesen Voraussetzungen schien die Meisterschaft abgehakt zu sein, da als letzter Gegner Horb wartete, gegen den noch kein Sieg gelungen war. Psychologisch lastete jetzt nicht mehr der Meisterschaftsdruck auf den Ibbenbürenern. Sie wollten gegen Horb gewinnen, nicht um der Meisterschaft Willen, sondern um die Serie von Niederlagen zu beenden. Das gelang mit 3:2. Dabei gewannen Jenni und Frank die Mixte-Partie gar mit 13:0, die einzige gewonnene Mixte-Begegnung des Wochenendes und das in einer so entscheidenden Begegnung. Da Malsch den Titelkonkurrenten besiegte, sprang Ibbenbüren wieder auf Platz eins. Das war die Meisterschaft. Jetzt gabs kein Halten mehr: Jubel und Freude ohne Ende.

Als „men of the match“ des Wochenendes hob Coach Eckhard Schwier Erik Groote hervor. Wegen Krankheit fehlte dieser an den beiden ersten Spieltagen und meldete sich in Herxheim in bestechender Form zurück.

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